Tanzsporttrainer… > News > Aktuelles > Update: 6. & 7.…

 

Update: 6. & 7. Tag – Sommerkongress Bad Kissingen 2016

Trainer C Leistungssport

Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung von Alice Schlögl wurden die Latein Lectures von Petra Matschullat-Horn und Florencio Garcia-Lopez gehalten. Beide legten, entsprechend dem Motto Magic Feet, Wert auf den Aufbau einer korrekten “posture”, die eben in den Füßen beginnt. Hierzu führte Petra Übungen durch, um die Füße mit mehr Bewusstsein zu nutzen und verdeutlichte dies am Beispiel der Rumba-Swivels. Flori hingegen legte mithilfe einfacher Übungen den Fokus auf das Thema Balance und appellierte zu einer Informationsreduktion, da man seine Schüler da abholen müsse, wo sie stehen.

Das überfachliche Programm wurde von Win Silvester gestaltet. Dieser zeigte, wie Gelenke geöffnet und Blockaden gelöst werden können, um Energie freizusetzen. Darüber hinaus erläuterte er die Zusammenhänge von Faszien und Beweglichkeit bzw. Freiheit. Abschließend gab er den Teilnehmern Übungen zur Mobilisation und Stabilisierung des Fußes und der Sprunggelenke an die Hand.

Die Standardtrainer Anastasia und Manfred Stiglitz kritisierten, dass viele Tänzer ihre Ursprünge vergessen würden und hoben in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle des ersten Trainers im Hinblick auf die tänzerische Entwicklung bis hin zum Weltmeister hervor. Gerade der Trainer C sei von entscheidender Bedeutung, da dieser für den tänzerischen Grundaufbau verantwortlich ist. Insofern sollten in diesem Bereich Spezialisten eingesetzt werden. Abschließend wies das Ehepaar auf die große Herausforderung für die Tänzer hin, die dramatische Musik von heute emotional zu vertanzen.

Trainer C Breitensport

Den Breitensport Lehrgang begann für alle Teilnehmer direkt mit einer Fülle an Informationen über die Standard-Tänze Slow Foxtrott und Tango. Dagmar und Norman Beck legten hier enormen Wert auf ein Bewusstsein der Gelenke wie Zeh-, Fuß-, Knie und Hüftgelenk. Nur wenn diese zusammenarbeiten, können die Muskeln frei werden, aus der eine natürliche Tiefe im Knie entstehe. Dagmar Beck gab allen Trainer/innen hilfreiche Tipps für die Fehlerkorrektur mit auf den Weg, die die Heranführung an den Turniertanz für Breitensportler deutlich vereinfachen kann.

Norman Beck erörterte in seiner Tango Lecture unter anderem den typischen Tango Gehschritt. Hier ist ihm eine schnelle und scharfe Bewegung wichtig, die zum einen durch eine Kompression im Standfuß entsteht und zum anderen die Charakteristik des Tanzes unterstreicht. Entscheidend ist beim Tango Walk auch die Unterschenkelaktion des Schreitbeines sowie das korrekte Setzen der Füße, die Tanzpaare ebenfalls sehr tango-typisch aussehen lassen.

Marc Heldt war dieses Jahr für den trendigen West Coast Swing in Bad Kissingen und konnte mit seiner lockeren Art und sein großem Fachwissen überzeugen. Von Grundtechniken bis hin zu simplen Figuren und Variationen lernten alle Teilnehmer diesen Tanz ganz neu kennen. Die Lectures waren unterhaltsam, kurzweilig und gespickt mit Hintergrund– und Fachinformationen, die von allen nur so aufgesaugt wurden. West Coast Swing hat im Breitensport ein riesen Potential, da er frei und auf sehr moderne Musik getanzt werden kann.

Michael Frank verstand es, den Teilnehmer raffinierte Figuren sowie Figurenkombinationen Rumba und Cha Cha Cha näher zu bringen. So zeigte er unter anderem auf die Rumba Figuren Three Threes und Fencing, die erst relativ frisch in die neue Laird-Technik aufgenommen wurden. Die Teilnehmer bekamen wertvolle technische Hinweise mit an die Hand, die im eigenen Unterricht direkt umgesetzt werden können.

Rundum ein gelungener und äußerst erfolgreicher Lehrgang für alle Beteiligten!