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Core Stability meets Fascial Bodywork

Die Trainingsprinzipien

Durch gewollte instabile Lage muss mit gezielten Bewegungen reagiert und Stabilität wiederaufgebaut werden und dies vorwiegend mit Übungen, bei denen mit dem eigenen Körpergewicht als Widerstand gearbeitet wird. Durch die Übung selbst, durch instabile oder labile Unterlagen oder durch einen äußeren Reiz (z.B. Partner, Trainer) wird eine instabile Gleichgewichtssituation hervorgerufen, in welcher sich der TN stabilisieren, das Gleichgewicht/Balance suchen bzw. ausbalancieren muss.

Die Core-Muskeln sind wie ein Gürtel um den Körper gelegt und daher beinhalten viele Übungen Rotationen – oder man versucht, diese zu verhindern, um die Tiefenmuskulatur im Rumpf zu kräftigen. Es wird vorwiegend statisch, somit Gelenk schonend, gearbeitet. Dadurch gelingt es auch Anfängern besser eine gute Ansteuerung und Kontrolle über den Körper zu erhalten um die lokalen Stabilisatoren zu innervieren und weniger durch Bewegung abzulenken  bzw. nicht die Mobilisatoren in den Vordergrund zu setzen.

Die Ganzheitlichkeit des Trainings

Die Übungen verbessern nicht nur Gleichgewicht, Balance und Stabilität, sondern je nach Auswahl auch Kraft (ggf. Schnellkraft), Flexibilität, Ausdauer und alle koordinativen Eigenschaften. Durch die Abwechslung an An-und Entspannungsphasen mit Stretching-sowie Mobilisationseinheiten wird die Beweglichkeit, Elastizität und Propriozeption verbessert .

Die optimale Übungsauswahl berücksichtigt daher eine trainingswirksame Belastung mit ansteigenden, individuellen, differenzierten progressiven Beanspruchungsmerkmalen, Berücksichtigung von aktiven Erholungspausen durch Abwechslung von Be-und Entlastung (C-H-R), Variationen in der Übungsauswahl, Wiederholung und Dauerhaftigkeit der Trainingsimpulse.

Grundlagen sind die Vermittlung der Anatomie in der Theorie zur segmentalen Stabilisation, das Erlernen der Ansteuerung der Tiefenmuskulatur im Rumpf durch Beckenboden, M. abdominis transversus, Einbezug der Atmung /Zwerchfell und damit auch Aktivierung  der M. multifidi (tensegrale Aufspannung) in der Praxis.

Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der ANSPANNUNG und Ansteuerung der myofaszialen Strukturen und ein bewusstes Einleiten und Herbeiführen des Lösens, Lockerns und Loslassen mit folgendem Er-und Nachspüren der kontrahierten Muskulatur.

Annette Falk

(Anm.: Annette Falk als Autorin dieses Fachartikels war auch Referentin auf dem Sommerkongress in Bad Kissingen 2015. Mehr Hintergrundinformationen zur Person Annette Falk lesen Sie auf der nächsten Seite.)