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Core Stability meets Fascial Bodywork

Zur Vita “Annette Falk”

Seit nunmehr 10 Jahren bin ich im Fitness-Gesundheits- und Rehabilitationssport als Trainerin, Ausbilderin und Referentin tätig.

Während meiner zahlreichen fundierten Aus-und Weiterbildungen, durch den regen Austausch mit geschätzten Kollegen, jahrelanger Praxiserfahrung mit den unterschiedlichsten Übungsgruppe und nicht zuletzt durch mein Studium zur Sporttherapie habe ich wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen erworben, die ich unter anderem zwischenzeitlich als Referentin in verschiedenen Sportverbänden, Institutionen und Bildungswerken in der Aus-und Fortbildung weitergeben darf.

Dabei haben mich zwei Trainingsmethoden beeindruckt und maßgeblich geprägt. Ein Inspirator war Joseph H. Pilates (1967 im Alter von 87 Jahren). Seine Technik wurde erst Ende der 90er-Jahre von einer breiten Öffentlichkeit wiederentdeckt, als Stars und Sternchen (u.a. Madonna) das Geheimnis ihrer ewig jungen Körper lüfteten.

Meine Methode«, sagte Joseph H. Pilates, »fördert den Körper ganzheitlich. Sie korrigiert Fehlhaltungen, aktiviert die körperliche Leistungsfähigkeit stärkt die Konzentrationsfähigkeit und steigert die Lebensfreude.

Das motivierte mich zu einer fundierten Ausbildung zur Pilates-Trainerin. Angeregt durch die „Pilates-Prinzipien“ und überzeugt von seinem Konzept versuchte ich die doch eher „ruhige“ Trainingsmethode in mein bisheriges Power-und Fitnessprogramm zu integrieren. Wie gerufen kam da 2006 die Fußball-WM, als US-Fitness-Trainer Marc Verstegen das Kraft- und Koordinationstraining der Deutschen Nationalmannschaft übernahm.

Damals lächelten viele über sein sogenanntes Core-Training. Mit Bezeichnungen wie „Gummi-Twist“ wurden Übungen mit dem Gummiband der Lächerlichkeit preisgegeben. Doch der Erfolg des von ihm geprägten Core-Trainings gab ihm recht – selten spielte eine deutsche Elf so attraktiven, beweglichen Fußball. Dabei lag das Geheimnis von Verstegen und seinem Team nicht in den Geräten. Vielmehr revolutionierte er das Fitness-Training mit Übungen, die nicht nur einzelne Muskeln, sondern den Bauch, Rücken sowie gesamte Muskelschlingen trainieren. Seit Jahren hat sich das Core-Training etabliert, nicht nur im Fußball, sondern auch in jedem anderen Leistungssport.

Wissensdurstig absolvierte ich eine Ausbildung „Core & Stability“, die sich nicht nur mit dem Training der Rumpfmuskulatur beschäftigte, sondern in der die segmentale Stabilisation der Wirbelsäule und anderen Gelenke eine ebenso große Rolle spielen. So hatte ich nun eine Kombination gefunden die es mir möglich machte meine Vorlieben des leistungsorientierten Trainings mit dem Effekt und Erfolg des Tiefenmuskeltrainings auch im Gesundheitssport abwechslungsreich und attraktiv anzuwenden und zu vermitteln.

Danach war es auf dem sportmedizinischen und -wissenschaftlichen Sektor eine Zeit lang eher unspektakulär. Vor knapp 4 Jahren begegnete mir das Thema „Faszien“ während einer Weiterbildung „Stretching“ zum ersten Mal. Eine „Entdeckung“, die mich nicht mehr losgelassen – im wahrsten Sinne des Wortes bis heute –  FASZINIERT hat.

Damals war es sehr schwer meinen Wissensdurst zu stillen, da in den Medien nahezu kein Material zu diesem Begriff zu finden war.

Auf meinen umfangreichen Recherchen bin ich schließlich auf die Fascial Research Group und Dr. Robert Schleip, (u.a. promovierter Humanbiologe und leitender Direktor einer internationalen Faszienforschungsgruppe) gestoßen.

Anfang 2013 wurde mit ihm als Mitbegründer eine weiterbildende Schule (Fascial Fitness Association) mit einem Ausbildungskonzept im Bereich „Faszien“ für Bewegungstherapeuten und Übungsleiter ins Leben gerufen. Dieses über mehrere umfangreiche Module bestehende Ausbildungskonzept zum „Faszientrainer“ nahm ich sofort begeistert wahr.

Durch nun mittlerweile 2 Jahre persönliche Erfahrung, durch meine Tätigkeit als Ausbilderin und gemeinsam mit meinen Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Zielgruppen, ist ein ganzheitliches Konzept entstanden, das eine einfache Aufklärung und effektive Anwendung der neuesten (sport-)wissenschaftlichen und medizinischen (Er-)Kenntnisse über das Fasziengewebe und bindegewebige Strukturen und dessen Trainierbarkeit wiedergibt.

Es ist an der Zeit die bisherige Bewegungsauffassung neu zu beurteilen.

Ein „Näherbringen“ und Umdenken des bisherigen Verständnisses über das Funktionieren des menschlichen Körpers in der Bewegungslehre und das spielerische Umsetzen der (neuen) Informationen in Übungs-Trainings und Kursstunden sind die Botschaft des Programms „Core Stability meets Fascial Bodywork“.