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Schunkelnde Trainer und fliegende Bälle beim Rosenmontagstreff in Wiesbaden

Rosenmontagstreff der TSTV 2016 - Torsten SchröderDas Thema „Koordinationstraining im Tanzsport“ stand am 08.02.2016 beim traditionellen Rosenmontagstreff als überfachliche Lerneinheit auf dem Programm, wofür der TC Blau-Orange Wiesbaden mit seinem Clubheim wieder einmal die geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Referent Torsten Schröder, u.A. selbst Tanzsporttrainer A und Life-Kinetik-Trainer, schaffte es von der ersten Minute, die circa 75 Teilnehmer buchstäblich von den Stühlen zu holen. Denn es folgte kein langwieriger theoretischer Stoff, sondern viele praktische Übungen, selbst Ausprobieren war angesagt.

Rosenmontagstreff der TSTV 2016 - Torsten SchröderSo ist „Schunkeln“ ein gutes Warm-Up, stehend oder sitzend, werden dabei die ersten koordinativen Fähigkeiten geschult: Bei differierenden Ansagen (z.B. A=vor, B=links, C=hinten, D=rechts) sollen die entsprechenden Richtungen im Raum ausgeführt werden. Steigerungen in Schnelligkeit und Varianz bis hin zur Einführung von Tanzschritten (z.B. Kreuzschritten) begeistern und fordern die Gruppe. Wichtig bei diesem und allen weiteren koordinativen Trainings: Beide Gehirnhälften werden angesprochen und so eine Grundlage für einen vielseitig nutzbaren Bewegungsschatz und entsprechende Handlungskompetenz gelegt; eine wichtige Voraussetzung, um das Erlernen von Fertigkeiten und Techniken in vielen Sportarten zu erleichtern. Gerade im Tanzsport ist die Bewältigung von komplexen koordinativen Anforderungssituationen jedem geläufig.

Rosenmontagstreff der TSTV 2016 - Torsten SchröderBesonders im Kinder- und Jugendbereich sollten allgemeine koordinative Fähigkeiten „von klein auf“ lohnend trainiert werden, schon eine Stunde pro Woche ist dazu völlig ausreichend. Torsten Schröder gab den Trainern im Laufe des Abends die vielfältigsten Übungsmöglichkeiten an die Hand: Ob es mit fliegenden Jonglierbällen gehend/tanzend durch den Raum zu finden galt, als Partnerübung die Bälle mal mit rechter Hand und linkem Fuß oder umgedreht zu fangen waren, gleichzeitig einen Badmintonball zu schlagen und einen Fußball zu schießen,  einen Flummi abwechselnd mit den einzelnen Fingern der Hand zu titschen, bis hin zur umfassenden Nutzung der Koordinationsleiter sowie klassischer barfüßiger Balanceübungen auf dem Boden oder auf dem Wackelbrett. Fazit des Abends: Es geht nicht um die hundertprozentig richtige Umsetzung der einzelnen Bewegung, sondern um ständige Abwechslung und Steigerung der koordinativen Aufgaben.

Anne Heußner