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TSTV Sommerkongress 2025: Tag 2

Der Mittwochmorgen begann mit dem Dehnen insbesondere des unteren Rückens, was die Teilnehmer unter Anleitung von Melinda Skufka dankbar annahmen. Im Anschluss wurden die Vorzüge eines aktivierbaren unteren Rückens und Hüftgelenkbeugers in verschiedenen Aktionen in Samba (Bounce Action, Circular Action, Seitneigung usw.) bewusst vertieft, bevor sich dem Paso Doble gewidmet wurde. Auch hier stellte Melinda Skufka das Strecken der unteren Wirbelsäule, bereits zum Aufbau des typischen Körperaufbaus, in den Vordergrund – Körperneigung und Nutzung des Hüftbeugers standen im Fokus der anschließenden Kurzchoreographie. 

Zum ersten Mal in Bad Kissingen dabei nutzte Ksenia Kasper das Jahresthema „Personality is the key“ zur Eröffnung ihrer hilfreichen Lectures – jeder Mensch sei geboren mit einem gewissen Temperament, es sei die Aufgabe des Trainers, dieses zu erkennen und zu einer tänzerischen Persönlichkeit zu formen. Grundsätzlich sei jeder Mensch bewegungsbereit, nur authentische Musik führe zur tänzerischen Bewegung – hierbei sollten die tänzerischen Grundprinzipien, basierend auf authentischer Musik betont werden. Rhythmisches und musikalisches Tanzen unterstützt die tänzerische Persönlichkeit – das Nutzen der musikalischen Phrasierung lässt das Paar besser aussehen. Als Beispiele dienten Kurzchoreos in Rumba, Cha Cha und Samba.

 Lehrgangsteilnehmer Latein 

Den überfachlichen Teil übernahm Katja Schlenkermann-Pitts mit ihrem Vortrag „Prävention interpersoneller Gewalt“ – grundsätzlich aufgeteilt in physische, sexualisierte und psychische/emotionale Gewalt geriet letztere erst in den vergangenen Jahrzehnten in den Fokus, der auch hier im Vordergrund stand. Mit Wissen der hohen Dunkelziffer um Opfer hat sich die gesetzliche Sanktionierung aufgrund gesellschaftlicher Ächtung mit Änderung ethisch-moralischer Vorstellungen über die Jahre hinweg verschärft. Mit Blick auf unseren Sport seien als Beispiele physischer Gewalt neben unmittelbaren körperlichen Einwirkungen vor allem Essens-, Trink-, Schlafentzug, Übertraining und die Unterlassung medizinischer Versorgung genannt. 

Gesellschaftlich nicht im Fokus stehend und strafrechtlich nicht erfasst ist hingegen die emotionale Gewalt, die im Bereich des Sports hingegen nicht minder diskussionswürdig ist. Beispiele hierfür sind Erniedrigen, Beleidigen, Prinzip Zuckerbrot und Peitsche (Bsp.: Anerkennung vs. Passive Aggressivität), Silent Treatment („Ignorieren“ – Ausnutzen der emotionalen Abhängigkeit), Triangulation (Bevorzugung z.B. einzelner Geschwisterkinder/Sportlern), Gaslighting (In-Abrede-Stellen seitens der Täterperson), Mobbing, „Schwarze Pädagogik“. Diese Form der Gewalt ist deswegen so gefährlich, weil sich den Betroffenen süchtig nach Anerkennung macht. 

Untermalt wurde der intensive Vortrag durch Erfahrungsberichte dreier Sportlerinnen (per Video), bevor Verhaltenstipps bei Hinweisen auf Gewalt vorgestellt wurden – stets hat der Opferschutz absoluten Vorrang, die Persönlichkeit der Kinder gilt es zu stärken.

Mit regem Austausch wurde diese Einheit beendet - ein schwieriges und doch so wichtiges wie aktuelles Thema!

 

Die Anmeldung für den Online-Lehrgang ist noch möglich. 

 

Fotoserien

TSTV Sommerkongress Bad Kissingen 2025 Tag 2 (MI, 06. August 2025)

Fotos: ©Volker Hey

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 07. August 2025

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