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Trainerkongress Bad Kissingen – Tag 2 - Justyna Hawkins

JH 1

„Künstlerischer Ausdruck entsteht nicht durch Zufall. Er wird durch intelligentes Coaching aufgebaut, durch fachkundige Bewertung erkannt und durch Bewegung zum Leben erweckt. Er ist kein Rätsel – er ist ein Prozess, der verstanden, entwickelt und erkannt werden kann.“   

Mit Justyna Hawkins sollten alle Anwesenden einen gleichsam informativen wie unterhaltsamen Schulungstag erleben – unterstützt durch ihr Paar Mateusz Stawowy und Sara Silva stellte sie zunächst die Grundlage der künstlerischen Gestaltung durch 

 Paar 1 - Kraft: verleiht dem Körper die Fähigkeit, ästhetische Bewegungen zu erschaffen, zu kontrollieren und aufrechtzuerhalten

- Rumpfstabilität: Schaffung einer stabilen Mitte, die es dem gesamten Körper ermöglicht, sich frei, effizient und ausdrucksstark zu bewegen

- Koordination: Verbindung aller Körperteile, sodass Bewegungen harmonisch, effizient und ausdrucksstark werden

- Mobilität: Fähigkeit, den Körper über den vollen Bewegungsumfang hinweg kontrolliert und ohne unnötige Spannung zu bewegen

- Ausdauer: ermöglicht den Tänzern, technische Qualität, Ausdruckskraft und Präsenz vom ersten Schritt bis zum letzten Moment aufrechtzuerhalten

dar – diese Aspekte konnten die Teilnehmer durch abwechslungsreiche Übungen im Anschluss nachvollziehen. Übung 1 

Die Mobilität betonend wurden 

- Einsatz der Füße

- Rotation: Beweglichkeit und Drehfähigkeit der Brustwirbelsäule

- Einsatz der Arme: Ausdruck durch den ganzen Körper

- Bewegungsqualität: Gewichtsverlagerung, Abrollen und Fluss

sowie die Verbindung zum Partner (Schaffung einer Einheit und Partnerschaft) in den Vordergrund gestellt.  

„Jede schöne Bewegung beginnt im Gehirn – künstlerischer Ausdruck ist nicht allein das Ergebnis körperlicher Vorbereitung, sondern das Resultat dessen, wie das Gehirn Bewegungen lernt, organisiert und verfeinert.“

Nun wurde motorisches Lernen vom impliziten Lernen abgegrenzt – während das motorische Lernen der Prozess ist, durch den das Gehirn Bewegungsfertigkeiten mittels Erfahrung erwirbt, organisiert und verfeinert, erfolgt beim impliziten Lernen der Lernprozess ohne bewusste Konzentration auf die Bewegung selbst. Hier nimmt das Gehirn Informationen auf und organisiert die Bewegung automatisch, wodurch natürliche, fließende und anpassungsfähige Bewegungen entstehen. Zu beachten ist, dass das sich entwickelnde Gehirn anders lernt - somit schränken Trainer das Potenzial der Heranwachsenden ein, wenn diese wie Erwachsene unterrichtet werden.

 

Fotoserien

TSTV Bad Kissingen 05.08.26 Justyna Hawkins (DO, 06. August 2026)

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 06. August 2026

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